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Studium generale
Sommerschule Informatik
Begabtenförderung
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I. Studium Generale
Im Rahmen des Studium generale/Veranstaltungen für Hörer aller Fakultäten und für Gäste führe ich
im Wintersemester 2005/2006 die Vorlesung
Algorithmenkonstruktion
durch.
Ort: Hörsaalzentrum (HSZ) der TU Dresden, Bergstr. 64, Raum HSZ 101
Zeit: Montag, 5. DS (14.50 - 16.20 Uhr)
Beginn: 10.10.2005
Die Lehrveranstaltung wendet sich an Studentinnen und Studenten der Mathematik, der Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und
Geisteswissenschaften, an interessierte Senioren sowie an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 11.
Nach einer einführenden Darstellung der Algorithmenkonstruktion
- als anwendungsorientiertes bidirektionales Bindeglied zwischen Mathematik und Informatik,
- als einer grundlegenden Teildisziplin der Informatik im Vorfeld von Programmierungstechnik und Softwaretechnologie,
- zugleich aber auch als ein adäquates Übungsfeld für (computerorientierte) Problemlösungstechniken
sowie für strategisches, taktisches, vernetztes und flexibles Denken
werden anhand anspruchsvoller Beispiel-Module Methoden, Herangehensweisen und Anregungen zum innovativen Arbeiten auf
diesem Gebiet vermittelt.
Inhalt:
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Zum Algorithmusbegriff, Notierungssysteme für Algorithmen
Algorithmus
Allgemeingültige, detaillierte, eindeutige und formalisiert („rein mechanisch“) ausführbare Vorschrift zum Lösen (bzw.
näherungsweisen Lösen) einer lösbaren Aufgabenklasse (d.h., aller durch konkrete Parameterwerte charakterisierten
Aufgaben dieses Typs, z.B. Lösen der quadratischen Gleichung x2 + px + q = 0 für alle Parameterwerte p und q).
Diese Lösungsvorschrift besteht aus einer endlichen Folge von Anweisungen, die gemäß einer Steuerstruktur mit den
Elementen Sequenz (unbedingte Folge), Selektion (bedingte Auswahl) und Zyklus (bedingte Wiederholung) in eindeutiger
und terminierender Reihenfolge ausgeführt wird. Dabei wird ein Input in Form einer endlichen Folge von (elementaren)
Schritten in einen Output transformiert. Dieser algorithmische Prozess ist eindeutig reproduzierbar.
Die Konstruktion eines konkreten Algorithmus ist immer durch das zu lösende Problem und den dabei zur Verfügung
stehenden Prozessortyp (Mensch, PC, HPC, neuronales Netz, ..) bestimmt. Der Algorithmus soll dabei aus Informatiksicht korrekt,
effizient (minimaler Verbrauch an Ressourcen (Rechenzeit, Speicherplatz, Übertagungskapazität, ..),
robust, erweiterbar, in Teilen wiederverwendbar, .. sein. Ein Algorithmus muß als endlicher Text in einer vereinbarten
Notierungsform niederschreibbar und niedergeschrieben und in diesem Sinne allgemeinverständlich sein.
Durch Einbringen nichtdeterministischer, stochastischer, evolutiver, .. Elemente gelangt man zu Algorithmen, die zum
Lösen (bzw. näherungsweisen Lösen) bestimmter Aufgabenklassen wesentlich leistungsfähiger als die vorstehend
beschriebenen deterministischen Algorithmen bzw. praktisch überhaupt erst fähig sind: stochastische (probabilistische),
heuristische, genetische, Quanten-, .. Algorithmen.
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Zur Geschichte der Mathematik und der Algorithmenkonstruktion, antike Algorithmen aus heutiger Sicht:
sqrt(a), pythagoreische Tripel, π, a/3, ggT(a,b), Primzahlsieb, Lösen algebraischer Gleichungen
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Algorithmen zur Berechnung mathematischerKonstanten (π, e, δ, ...)
-
Numerische Algorithmen
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Algorithmen im Bereich der analytischen Geometrie, computational geometry
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Matrizenalgorithmen zur Analyse und Synthese binärer Relationen, Verallgemeinerung und Anwendung in Informatik und Elektrotechnik
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Suchalgorithmen, Selektionsalgorithmen
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Sortieralgorithmen
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Divide and conquer, Dynamische Programmierung, Greedy-Strategie
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Data Mining Algorithmen
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Algorithmen aus Informations- und Kommunikationstechnik
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Bilderzeugungs-, Bildverarbeitungs- und Bilderkennungsalgorithmen
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Prädiktionsalgorithmen
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Anregungen für den Algorithmenkonstrukteur aus Natur- und Ingenieurwissenschaften
-
Deterministischer Automat als Notierungssystem und Konstruktionswerkzeugfür Algorithmen
-
Turingmaschine als Notierungssystem für Algorithmen
-
Spigot-Algorithmen
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Wie kann man Algorithmen schneller machen? Tuning von Algorithmen
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Probabilistische Algorithmen, heuristische Algorithmen, genetische Algorithmen
Internet-Präsenz:
Trainingskurs Algorithmenkonstruktion
http://www.DresdenAlgorithmicsChannel.de/
Kontakt: Tel. (0351) 463 38236, e-mail: es7@irz.inf.tu-dresden.de
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II. Sommerschule Informatik
Die Fakultät Informatik der TU Dresden, das St. Benno-Gymnasium
Dresden und das Gymnasium Dresden-Blasewitz "Martin Andersen Nexö" führen in der ersten Woche des neuen Schuljahres gemeinsam die
Sommerschule Informatik
zum Themenkreis Algorithmenkonstruktion durch.
Die Sommerschule ist auch für Teilnehmer aus anderen Gymnasien offen, sofern eine entsprechende Freistellung für
die erste Schulwoche erfolgt.
Softwaretechnologie (Software engineering) - die industriell organisierte
Planung, Herstellung und Pflege umfangreicher Softwareprodukte - ist heute
einer der kommerziell wesentlichsten Zweige der Informatik. Trotzdem sind
allenthalben kritische Stimmen zum heutigen Stand dieser Ingenieurdisziplin
zu hören: "Software chronisch mangelhaft" (vgl. Spektrum der Wissenschaft
1994, H.12, S. 56-63). Neben vielen anderen Ursachen hierfür liegt
eine der Defizitquellen auch auf dem Gebiet der Algorithmenkonstruktion,
d.h. der Herstellung von computergerechten effizienten Algorithmen im Vorfeld
der Programmierung. Hier sind solide Berufserfahrung, ständiges Verfolgen
des internationalen Kenntnis- und Entwicklungsstandes, breite und anwendungsbereite
Mathematikkenntnisse, aber genauso auch Kreativität, Erfindungskraft
und Phantasie gefragt!
Wer auf diesem anspruchsvollen Gebiet der Informatik später einmal
arbeiten will, kann damit nicht früh genug und von der Pike auf beginnen.
Die geplante Sommerschule für Schülerinnen und Schüler
Dresdner Gymnasien will ein solches "Eindenken" fördern und unterstützen;
sie baut auf guten Grundkenntnissen, Begabung und Begeisterung für
Mathematik und Informatik (vielleicht auch bereits einem entsprechenden
Studienwunsch) auf. Es soll dabei nicht stocktrocken zugehen, aber im Hintergrund
steht schon die Maxime "res severa, verum gaudium".
Nach einer einführnden Darstellung der Algorithmenkonstruktion
-
als einer grundlegenden Teildisziplin der Informatik im Vorfeld
von Programmierungstechnik und Softwaretechnologie,
-
zugleich aber auch als ein adäquates Übungsfeld für
strategisches, taktisches, vernetztes und flexibles Denken
werden anhand anspruchsvoller Beispiel-Module Methoden, Herangehensweisen
und Anregungen zum innovativen Arbeiten auf diesem Gebiet vermittelt.
Häufig wird dabei von dem konstruktiv sehr interessanten mathematischen
Modell "deterministischer Automat" Gebrauch gemacht (z.B. bei der Konstruktion
von Steuerungs- und Erkennungsalgorithmen).
Alle Module sind (und das macht das konzeptionelle Charakteristikum
dieses Vorhabens aus) nach oben offen gestaltet und systematisch mit Anregungen
für eine aktive Fortführung der Bearbeitung versehen, die, wenn
möglich, bis an die Grenzen der gegenwärtigen terra cognita reichen;
hier beginnt die ganz eigene Faszination des "Abenteuers Algorithmus".
Die erarbeiteten Algorithmen sollten i.a. implementiert werden, die
erhaltenen Programme bilden jedoch nicht das "Ergebnis" der Bearbeitung
eines Bausteins, sondern sind Grundlage für dessen obligaten Bestandteil
"Experimentelle Arbeit" (detailliertes Studium der erhaltenen Algorithmen
unter Benutzung geeigneter interaktiv gestalteter graphischer bzw. multimedialer
Oberflächen; Verbesserung, Erweiterung, Modifikation im Dialog, ...).
Zur Auswahl stehen folgende Beispiel-Module:
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Zum Algorithmusbegriff, Notierungssysteme für Algorithmen
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Zur Geschichte der Mathematik und der Algorithmenkonstruktion, antike Algorithmen aus heutiger Sicht:
sqrt(a), pythagoreische Tripel, π, a/3, ggT(a,b), Primzahlsieb, Lösen algebraischer Gleichungen
-
Algorithmen zur Berechnung mathematischerKonstanten (π, e, δ, ...)
-
Numerische Algorithmen
-
Algorithmen im Bereich der analytischen Geometrie, computational geometry
-
Matrizenalgorithmen zur Analyse und Synthese binärer Relationen, Verallgemeinerung und Anwendung in Informatik und Elektrotechnik
-
Suchalgorithmen, Selektionsalgorithmen
-
Sortieralgorithmen
-
Divide and conquer, Dynamische Programmierung, Greedy-Strategie
-
Data Mining Algorithmen
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Algorithmen aus Informations- und Kommunikationstechnik
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Bilderzeugungs-, Bildverarbeitungs- und Bilderkennungsalgorithmen
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Prädiktionsalgorithmen
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Anregungen für den Algorithmenkonstrukteur aus Natur- und Ingenieurwissenschaften
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Deterministischer Automat als Notierungssystem und Konstruktionswerkzeugfür Algorithmen
-
Turingmaschine als Notierungssystem für Algorithmen
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Spigot-Algorithmen
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Wie kann man Algorithmen schneller machen? Tuning von Algorithmen
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Probabilistische Algorithmen, heuristische Algorithmen, genetische Algorithmen
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III. Begabtenförderung
Das Projekt Begabtenförderung an der TU Dresden hat zum Ziel, begabten und motivierten
SchülerInnen, zunächst der Dresdener Gymnasien Martin-Andersen-Nexö und St. Benno, frühzeitig, d.h.,
in den Jahrgangsstufen 11 und 12, den Zugang zu universitären Lehrveranstaltungen in den Studiengängen Informatik,
Medieninformatik und Informationssystemtechnik zu ermöglichen.
Die SchülerInnen sollen dadurch schon weit vor Aufnahme eines solchen Studiums mit der
Universität als Institution und mit universitärer Arbeitstechnik (einschließlich moderner Rechentechnik)
vertraut gemacht werden.
Angeboten werden zunächst Informatik- und Mathematiklehrveranstaltungen des Grundstudiums.
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Jahrgangsstufe |
Lehrveranstaltung |
SWS |
Vorlesung |
Übung |
Ansprechpartner |
| 11/I |
Algorithmen und Datenstrukturen
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2/2 |
-
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-
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| Logik I |
2/1 |
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| 11/II |
Programmierung |
2/2 |
- |
- |
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| Logik II |
1/1 |
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| 12/I |
Mathematik für Informatiker I |
4/2 |
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| Softwaretechnologie |
2/2 |
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| 12/II |
Mathematik II |
2/2 |
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| Rechnerarchitektur |
2/1 |
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Die teilnehmenden Schüler können auch die zugehörigen regulären Prüfungen ablegen.
Die Leistungsnachweise und die Ergebnisse bestandener Prüfungen werden im Falle der späteren Aufnahme
eines Studiums in den vorgenannten Studiengängen an der TU Dresden anerkannt, sofern sie zum Zeitpunkt der Immatrikulation
nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Diese Studienergebnisse werden auch als Schulleistungen anerkannt,
etwa im Grundkurs Informatik oder als besondere Lernleistung.
Im Idealfall soll dieses Engagement der SchülerInnen auch zu einer Verkürzung der Studienzeiten für
besonders Begabte führen, in jedem Falle aber Freiräume während des Studiums (z.B. für Auslandsaufenthalte,
Besuch zusätzlicher Lehrveranstaltungen, ...) bei Einhaltung der Regelstudienzeit schaffen.
Die Schüler sollen durch spezielle Übungen gezielt begleitet und
gefördert werden. Alle Schüler werden zusätzlich durch einen
Hochschullehrer speziell persönlich betreut, auch und gerade um bei
persönlichen Problemen der Teilnehmer des Programms zur Seite stehen zukönnen.
Die teilnehmenden Schulen sollen durch besondere Maßnahmen einen
leistungsfähigen Zugang zu den Rechnernetzen der Universität und
damit zum Internet erhalten. Die technischen und rechtlichen Voraussetzungen
für die Einrichtung einer Richtfunkstrecke versuchen wir zur Zeit zu schaffen.
Die Sommerschule Informatik
soll zugleich auch einen Einstieg in das Projekt Begabtenförderung ermöglichen.
Aufgaben Begabtenförderung
| Vollständige Aufgabensammlung |
[.ps] |
| Aufgabe 20 |
[.ps] |
| Aufgabe 19 |
[.ps] |
| Aufgabe 18 |
[.ps] |
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... wird noch ergänzt!
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