Modul 18

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Lineare Differenzengleichungen

"Der kleine Unterschied"


In [1] wurde gezeigt:
Die lineare Differenzengleichung [2,3,4,5,6]
(1)
mit
(2)
(3)
generiert für die Anfangswerte
(4)

bei als Lösung eine Bruchzahl
(5)
mit
(6)
in Komponentenschreibweise
(7)
(8)
Der Zähler ist dabei sowohl eine lineare Funktion der Anfangswerte , als auch eine lineare Funktion der Koeffizienten ; der Nenner ist von den Anfangswerten unabhängig und eine lineare Funktion der Koeffizienten .
Da die Koeffizienten ein vollständiges System (Gl. (2)) reziproker Zweierpotenzen (Gl. (3)) bilden, läßt sich die lineare Differenzengleichung (1) auch als Huffman-geschachtelter Mittelwertausdruck [1] darstellen.
So hat man z.B. für
(9)
den Mittelwertausdruck
(10)
mit
(11)

Damit läßt sich die Berechnung von auch als wiederholte strukturierte arithmetische Mittelwertbildung interpretieren (zu Details vgl. [1]).

Für das vorliegende Beispiel ist
(12)
Ein ganz anderes Verhaltensmuster zeigt dieselbe Differenzengleichung
(1)
für die Koeffizienten
(13)
und die Anfangswerte

(vgl. [7]).
(4)
Hier ist
(14)
Der Differenzenquotient von jedoch ergibt für eine Irrationalzahl:
(15)
unabhängig von der Initialisierung Gl. (4) (den Trivialfall ausgeschlossen).

Die Möglichkeit zur Wurzelberechnung ist leicht auf beliebige Radikanden erweiterbar:
Die Differenzengleichung
(16)
generiert für in derselben Weise
(17)

Aufgabe 18.1

Leiten Sie die Gln. (5) und (6) her.

Aufgabe 18.2

Geben Sie einen möglichst einfachen Algorithmus (A1) zur Umformung der rechten Seite der Differenzengleichung (1) mit den Nebenbedingungen Gl. (2) und Gl. (3) in einen Huffman-geschachtelten Mittelwertausdruck an (vgl. Beispiel Gl. (9) Gl. (10) und [8,9]).

Aufgabe 18.3

Untersuchen Sie experimentell das Konvergenzverhalten der speziellen Differenzengleichung (9) für verschiedene repräsentative Anfangswerte und diskutieren Sie das Ergebnis.

Aufgabe 18.4

Verifizieren Sie die Gln. (15) und (17).

Aufgabe 18.5

Untersuchen Sie experimentell das Konvergenzverhalten der Differenzengleichung (16) für repräsentative Werte von und sowie für verschiedene Anfangswerte.
Für welche Anfangswertkonstellationen konvergiert dabei der Differenzenquotient am schnellsten gegen den Grenzwert Gl. (17)?


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