Modul 45LiteraturDie Module |
Benford's LawPlaces of interest near Benford`s Law |
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In großen Mengen von Dezimalzahlen, die gleichartige natürliche oder soziale Systeme, Objekte,
Situationen,... beschreiben,
| z.B. |
Oberflächen von Seen in einem Land, Halbwertszeiten der -Umwandlung radioaktiver Isotope,jährliche Stromrechnungen in einer Großstadt, mathematische, physikalische und statistische Tabellen, |
ist:
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Dieser zunächst empirische Befund [27,28] ist in der Literatur mit unterschiedlichstem Material gut belegt [1,2,6,8,11,14]. Eine umfassende mathematische Fundierung (Erklärung, Herleitung, Gültigkeitsbereich,..) existiert bisher nicht (vgl. [7], aber auch [6,8,10,19,20,21,33-37]). In [29] ist gezeigt, dass Benford`s Law skalierungsinvariant ist (also bei Wechsel der Maßeinheit bzw. Multiplikation aller Zahlen der betreffenden Zahlenmenge mit einem konstanten Faktor ebenfalls gilt). Die nachstehenden Beispiele zeigen, dass Benford`s Law überraschenderweise auch für (dimensionslose) Zahlenmengen Gültigkeit besitzt, die durch bestimmte rein mathematische „Generatoren“ erzeugt werden.
Beispiel 1
Berechnet man für
im Intervall [0,2π] zufällig ausgewählte x-Werte,
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aus dem Ausdruck
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die zugehörigen y-Werte, so sind deren linksseitig erste Ziffern Benford-verteilt [5]. Bild 1 und Bild 2 zeigen experimentell erhaltene Verläufe der pk(n).
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Schon für n = 105 stimmen die experimentell erhalten pk(n) -Werte sehr gut mit Gl. (1) überein!
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| 17.1. |
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sowie weitere von Ihnen ausgewählte Generatoren. Diskutieren Sie die erhaltenen Ergebnisse.
| 17.2. |
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die linksseitig ersten Ziffern der erhaltenen y-Werte Benford-verteilt sind – Skalierungsinvarianz.
Beispiel 2
Das m-stellige Ternärwort w über dem Alphabet {0,1,2}, dessen Zeichen 2x2-Matrizen sind
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werde als Matrizenprodukt über dem Körper der reellen Zahlen interpretiert.
w transformiert dann den Vektor
in den Vektor
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Beispiel:
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Berechnet man für m = 0,1,2,3,4,5.. jeweils alle 3m möglichen Ternärwörter w und die zugehörigen Vektoren
,
so kann man für jedes m die Anzahl a(m,k) der Zahlen u und v bestimmen, deren erste Ziffer von links eine 1, 2, .., 9 ist.
Für die relative Häufigkeit (→ Auftrittswahrscheinlichkeit) der linksseitigen ersten Ziffer
in u und v
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erhält man dann nachstehende Wertetabelle:
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Die zugehörigen Mittelwerte sind
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diese liegen erstaunlich nahe bei
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| 17.3. |
Beispiel 3
Für die ersten 100 Glieder der Fibonacci-Folge
mit
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findet man die nachstehenden relativen Häufigkeiten pk(100) der linksseitig ersten Ziffer
[12]:
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und damit eine gute Übereinstimmung mit Benford`s Law.
| 17.4. |
die Häufigkeitsverteilungen für die linksseitig zweite pk,2, dritte pk,3,.. Ziffer. Diskutieren Sie die erhaltenen Ergebnisse und vergleichen Sie sie mit [6,8,14,19,20]. Formulieren Sie nun für die Häufigkeitsverteilungen ein einfaches mathematisches Modell.
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| 17.5. |
| 17.6. |
| 17.7. |
| 17.8. |
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Das Abarbeitungsprotokoll von (A1) zeigt für Gl. (17) bei der Rechnung mit 16 Nachkommastellen folgenden Werteverlauf von x(t) und y(t).
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In dieser Tabelle ist der jeweils linksseitig erste Ziffernänderungsbetrag
von x(t) auf x(t+1) und von y(t) auf y(t+1) eingetragen. Für die Ziffernänderungsbeträge erhält man dann folgende Häufigkeitsverteilung
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die die Ziffer 1 deutlich priorisiert.
Die entsprechende Rechnung mit 100 Nachkommastellen liefert folgendes Bild:
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Man erkennt im Rahmen der erwartbaren Schwankungsbreite eine eindeutige Rangfolge der Ziffernhäufigkeit mit derselben Tendenz wie gemäß Benford`s Law aber offensichtlich mit anderen Häufigkeitswerten.
und
mittels
(A1) mit größerer Anzahl m von Nachkommastellen. Welche Grenzwerte ergeben sich
dabei für die pk(m)?
Beispiel

Für m = 300 und
erhält man
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| 17.9. |
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so ergibt sich für te = 10.000 die folgende Ziffernhäufigkeitsverteilung
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Ganz ähnliche Werte erhält man für e,
= 0,557216.. (Euler-Mascheroni-Konstante), G = 0,915966.. (Catalansche Konstante),
,..
So ist für die 1. und 2. Differenz bei te = 100.000:
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PS: Gibt es vielleicht doch Unterschiede, z. B. in den Rauschspektren der pk (D1..), vgl. 17.7.
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| 17.10. |
Beispiel 1
In der Primzahlfolge
= 
werden die Differenzbeträge der letzten Ziffern aufeinanderfolgender Primzahlen gebildet. Die dabei erhaltenen Ziffern 0, 2, 4, 6 und 8 zeigen folgendes, stark von der Gleichverteilung abweichendes Häufigkeitsspektrum.
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Beispiel 2
In der Primzahlfolge
werden die Differenzen pr(t+1)-pr(t) gebildet.
Deren letzte Ziffern besitzen dann nachstehende Häufigkeitsverteilung.
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E. P. Stoschek unter Mitarbeit von D. Schönfeld 07.03.2002 |